- Was bedeutet das und welche Ansätze führen zu mehr Gleichheit?
- Ein Schnupperworkshop mit der Methode des Adam-Instituts (Betzavta)
Die gesellschaftliche Diskussion um politische und kulturelle Vielfalt ist von kontroversen
Meinungen und auch von rassistischen und menschenfeindlichen Einstellungen geprägt. Bei
der Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft und den mit Unterschieden einhergehenden
Konflikten sind Formen der Entscheidungsfindung und Konfliktlösung gefragt, die das prinzipiell
gleiche Recht auf Freiheit aller Menschen wahren. Dafür ist es notwendig, das eigene Verhalten
und Wirken im persönlichen Alltags- und Berufsleben ebenfalls dahingehend zu betrachten. Wie
begegnen wir Konflikten? Auf welche Weise treffen wir unsere Entscheidungen? Welche Rolle
spielen Bedürfnisse – unsere eigenen und die von anderen? Welche Rolle spielen dabei
gesellschaftliche Machtverhältnisse? Und was bedeutet eigentlich Demokratie für uns? Diese
und andere Fragen laden dazu ein, das eigene Handeln und seine Wirkung in
erfahrungsorientierten Betzavta-Übungen zu reflektieren und die eigenen Potentiale zur
Veränderung zu entdecken. Die Übungen aus dem Betzavta-Programm machen grundlegende
demokratische Prinzipien und Dilemmata individuell und als Gruppe erfahrbar, geben Impulse
für konstruktive und demokratische Konfliktlösungen und regen einen Transfer in die eigene
Lebenswelt an. Das von Uki Maroshek-Klarman (Adam Institut für Demokratie und Frieden) in
Israel entwickelte und für den deutschsprachigen Raum adaptierte Bildungs- und
Menschenrechtsprogramm „Miteinander/Betzavta - Mehr als eine Demokratie“ und dessen
Verständnis von Demokratie und Freiheit bietet einen alltagstauglichen Ansatz, der es in
Konfliktsituationen erleichtern kann, gegensätzliche Positionen als Chance für ein
demokratisches Miteinander zu begreifen und nachhaltige Entscheidungen zu treffen.
Doz.: Frau Kerstin Knye